Unsere Fledermäuse - Braunes Langohr

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Eine Fle­der­maus, die auch ver­brei­tet in Deutsch­land vor­kommt, ist die Ple­co­tus auri­tus oder auch Brau­nes Lang­ohr. Ihre Ver­brei­tung erstreckt sich über ganz Euro­pa, nach Nor­den. Jedoch ist der äußers­te Nor­den, inklu­si­ve Island, aus­ge­nom­men. Im Süden ist die Ple­co­tus auri­tus meist in bewal­de­ten Gebirgs­re­gio­nen behei­ma­tet, jedoch nicht im Mit­tel­meer­raum. Auch über den Ural und den Kau­ka­sus erstreckt sich der Bestand die­ser Fledermausart.

Wie erkenne ich die Fledermausart Braunes Langohr?

Brau­nes Lang­ohr aus der Nähe (Quel­le: Ado­be Stock)

Die Erken­nungs­merk­ma­le einer Ple­co­tus auri­tus sind die lan­gen und zar­ten Ohren. Sie gehört zu den mit­tel­gro­ßen Fle­der­mäu­sen. Ihr Rücken­fell ist lang und braun mit einem röt­li­chen Stich. Die Unter­sei­te geht von creme­far­bend bis gelb­lich­grau über. Das brau­ne Lang­ohr hat in der Regel ein hell­brau­nes Gesicht mit auf­fal­lend gro­ßen Augen. Ihre Dau­men, Kral­len und Hin­ter­fü­ße sind bors­ten­ar­tig behaart.

Das Gesicht des brau­nen Lang­ohrs besitzt eine kur­ze Schnau­ze und schlitz­för­mi­ge Nasen­lö­cher, durch die Echo­or­tungs­lau­te aus­ge­sto­ßen wer­den. Wie der Name bereits ver­rät, sind die Ohren das auf­fäl­ligs­te Merkmal.

Brau­nes Lang­ohr (Quel­le: Ado­be Stock)

Wovon ernährt sich das braune Langohr?

Die­se Fle­der­maus­art ernährt sich wie die meis­ten Arten von Insek­ten, die sie im Flug erbeu­tet. Hier­bei han­delt es sich dann oft um Nacht­fal­ter, Heu­schre­cken und Wan­zen. Aber auch flug­un­fä­hi­ge Tie­re wie Spin­nen, Weber­knech­te, Ohr­wür­mer und Rau­pen gehö­ren zu der Leib­spei­se des brau­nen Lang­ohrs. Die Was­ser­auf­nah­me erfolgt eben­falls im Flug direkt von Wasseroberflächen.

Wo kann ich braune Langohren finden?

Der Lebens­raum der Ple­co­tus auri­tus beschränkt sich auf Nadel­mi­sch­wäl­der, Fich­ten­wäl­der, aber auch in Berei­chen mit einem guten Buchen- und Eichen­be­stand. Dies sind auch die Gebie­te, in denen die Fle­der­mäu­se jagen kön­nen. Dazu zäh­len zudem noch Streu­obst­wie­sen, Parks und Gärten.

Wo quartieren sich braune Langohren ein?

Hier kommt es dar­auf an, wo Sie sich gera­de befin­den und auch die Jah­res­zeit spielt hier eine gro­ße Rol­le. Wäh­rend die Fle­der­mäu­se sich im Som­mer in Bäu­men und Gebäu­den ein­quar­tie­ren, fin­den sie im Win­ter unter­ir­di­sche Quar­tie­re, so wie Höh­len und Fels­spal­ten. Auch Baum­höh­len wer­den gern bezogen.

Bäu­me mit aus­ge­präg­ter Rin­de sind beliebt bei den Fle­der­mäu­sen (Quel­le: Ado­be Stock)

Das brau­ne Lang­ohr in West­eu­ro­pa sucht sich aus­schließ­lich Gebäu­de, in denen sie sich zurück­zie­hen kön­nen. Beson­ders in Dach­räu­men zwi­schen Dach­zie­geln fin­den sie Unter­schlupf, aber auch in Zap­fen­lö­chern und hin­ter Ver­klei­dun­gen. Im Win­ter hin­ge­gen, wenn die Tem­pe­ra­tu­ren einen Wert von 3-7°C auf­wei­sen, suchen sie sich unter­ir­di­sche Quar­tie­re, wie zum Bei­spiel Berg­wer­ke, Kel­ler, Brun­nen­schäch­te und Bruchsteinmauern.

In Ost­eu­ro­pa hin­ge­gen, Russ­land inbe­grif­fen, sind es ver­mehrt Bäu­me, in denen sie Zuflucht fin­den. Hier wer­den alle nutz­ba­ren Spal­ten genutzt, wie bei­spiels­wei­se abste­hen­de Rin­de und Fäul­nis- und Specht­höh­len. Aber auch Nist­käs­ten wer­den gern bezo­gen, wobei Holz­be­ton­nist­käs­ten am liebs­ten bezo­gen werden.

Das Braune Langohr noch einmal im kurzen Überblick:

  • Wis­sen­schaft­li­cher Name: Ple­co­tus auritus
  • Fami­lie: Glattnasenfledermäuse
  • Grö­ße: 42 bis 53 mm
  • Gewicht: 5 bis 11 Gramm
  • Flü­gel­spann­wei­te: 24 bis 29 cm
  • Anzahl der Jung­tie­re: 1; älte­re Weib­chen und im Nor­den leben­de Arten kön­nen sogar Zwil­lin­ge gebähren
  • Paa­rungs­zeit: Herbst; Befruch­tung im Frühjahr
  • Flug­fä­hig­keit der Jung­tie­re: mit 6 Wochen
  • Nah­rung: klei­ne Insek­ten, die im Flug erbeu­tet werden