Unsere Gartenvögel: Die Kohlmeise

Jed­er ken­nt sie und hat sie bes­timmt schon ein paar Mal gese­hen. Die Kohlmeise (Parus Major) ist neben der Blaumeise eine der häu­fig­sten Garten­vögel in Deutsch­land.

Wie erkenne ich eine Kohlmeise?

Der Kopf und die Kehle der Kohlmeise ist tief­schwarz. Von der Kehle aus ver­läuft ein ver­tikaler Strich bis unter den Bauch. Bei Män­nchen ist dieser aus­geprägter und nach unten bre­it­er. Die Brust “leuchtet” in einem inten­siv­en Gelb.

Der Gesang der Kohlmeise sind sehr vielfältig und klar zu erken­nen. Ihr Warn­ruf ist ein tiefes und lautes “rat­tern”.

Kohlmeisen hal­ten sich gern an Fut­ter­häuschen und Meisenknödeln auf. Dort hän­gen sie auch mitunter kopfüber.

Was frisst die Kohlmeise alles?

Auf dem Speise­plan der Blaumeise ste­hen unter anderem Insek­ten, jegliche Samen, Beeren, Spin­nen, Würmer und Lar­ven. Sie genießen die Auswahl im Garten und fliegen sehr gerne Meisenknödel und andere Fut­ter­stellen an. Im Herb­st und Win­ter fut­tern Blaumeisen auch gerne mal Eicheln und Bucheck­ern.

Wie nistet die Kohlmeise eigentlich?

Als Nist­platz wird alles genutzt, das bish­er ungenutzt ist. Ob in Briefkästen, Baumhöhlen oder in bere­it­gestell­ten Nistkästen. Neulich sah ich sog­ar, dass eine Meise in ein­er Ampel genis­tet hat. Der Phan­tasie sind also kein­er­lei Gren­zen geset­zt. Haupt­sache ungestört und dunkel! Ursprünglich gehörte die Kohlmeise zu den Baumhöh­len­brütern.

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Im Zeitraum März bis August zählt die Kohlmeise ein bis zwei Bruten, in der sie cir­ca 6 – 12 Eier legt. Die Schale ist weiß mit roten Fleck­en. Das Nest wird mit gesam­meltem Fell und Haaren, Fed­ern, Moos und Stroh aus­gelegt.

Kohlmeiseneier im Nest (Quelle: Adobe Stock)
Eltern­teil füt­tert ihren Nach­wuchs im Nest (Quelle: Adobe Stock)

Die Brut­dauer beträgt 13 – 15 Tage. Die Küken schlüpfen mit geschlosse­nen Augen und ohne jeglichen Flaum.

Eine junge Kohlmeise - der Bauch ist bere­its in einem hellen gelb gefärbt. (Quelle: Adobe Stock)

Die Jungvögel wer­den von bei­den Eltern­teilen abwech­sel­nd gefüt­tert. Auch küm­mern sich bei­de Altvögel um die Sauberkeit in ihrem Zuhause. Die Küken wis­sen, dass ger­ade ein Eltern­teil da ist. So streck­en die kleinen Küken ihr Hin­terteil nach oben, damit die Eltern dann die Hin­ter­lassen­schaft ent­nehmen und hin­aus­tra­gen kön­nen. Die Kohlmeisenel­tern schauen auch regelmäßig nach Kotresten im Nest und tra­gen es dann hin­aus.

Nach 19 - 22 Tagen Nestlings­dauer wird der Nach­wuchs flügge. Danach kön­nen sie auf Bäu­men beobachtet wer­den, wie sie von den Eltern weit­er­hin gefüt­tert wer­den. Die Jungvögel flat­tern und zap­peln wild mit ihren Flügeln, während sie auf ein­er Stelle sitzen. Während­dessen fordern sie ihre Eltern zur Füt­terung auf, indem sie piepsen.

Vorkommen der Kohlmeise

Die Blaumeise ist neben der Kohlmeise eine der häu­fig­sten Meise­narten hier in Deutsch­land. Hier beläuft sich der Bestand auf etwa 5.200.000 - 6.450.000 Brut­paare. Sie ist häu­fig in Wäldern, im Unter­holz, sowie in Dör­fern und Städten anzutr­e­f­fen.

Die Kohlmeise noch einmal im kurzen Überblick:

  • Wis­senschaftlich­er Name: Parus major
  • Fam­i­lie: Meisen (Pari­dae)
  • Größe: 13-15 cm
  • Gewicht: 16-20 g
  • Flügelspan­nweite: 25 cm
  • Fluggeschwindigkeit: 30-35 km/​h
  • Anzahl der Bruten: 1-2 pro Jahr
  • Paarungszeit: März bis Mai
  • Brutzeit: April bis Juni
  • Gelege­größe: 6 -12 Eier pro Brut
  • Brut­dauer: 14 Tage
  • Nestlings­dauer: 20 Tage
  • Nahrung: Insek­ten, Spin­nen, Rau­pen, im Herb­st und Win­ter auch Samen
  • Lebenser­wartung: ca: 5 Jahre