Der Marder als Nesträuber - geben Sie den Vögeln Schutz

Veröffentlicht von

Egal ob das Inne­re eines Autos oder das eines Nist­kas­tens - der Mar­der ist oft gefürch­tet als hin­ter­lis­ti­ger Räu­ber und Zer­stö­rer. Hier müs­sen dann Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen wer­den, damit er kei­ne Chan­ce dazu hat Unheil anzu­rich­ten. Bei Nist­käs­ten gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, wie Sie die­sen aus­rei­chend schüt­zen ohne dass irgend­ein Scha­den ent­steht.

Der Marder macht vor nichts Halt…

Er greift sich alles, was er krie­gen kann: Mar­der mit Ei (Quel­le: Ado­be Stock)

Mar­der kön­nen in Nist­käs­ten hin­ein­grei­fen, sofern kein Schutz vor­han­den ist. Sind Nist­käs­ten etwas tiefer,so ist schon ein Hin­ein­grei­fen für Mar­der und Kat­zen qua­si erfolg­los. Ist die Brut­stät­te jedoch für unge­be­te­ne Gäs­te frei zugäng­lich, macht ein Nest­räu­ber vor nichts Halt. Der Mar­der frisst dann alles, was er bekom­men kann - Eier, Jung­vö­gel oder halt auch deren Eltern. Bei einer Kon­trol­le oder der herbst­li­chen Rei­ni­gung kommt es dann zu einem schlim­men Anblick, vor dem jeder lie­ber erspart bleibt.

Marderschutz bei Nistkästen - so schützen Sie die Vögel

Wenn Sie Mar­der und Kat­zen in Ihrem Gar­ten gesich­tet haben, soll­ten Sie über Schutz­maß­nah­men am Nist­kas­ten nach­den­ken. Hier gibt es zwei ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, bei denen kein Tier ver­letzt wird.

Schutzmaßnahme 1: Verlängerter Eingang

Wird der Ein­gang am Ein­flug­loch ver­län­gert, ist ein Hin­ein­grei­fen für Nest­räu­ber nicht mehr mög­lich. Hier gibt es eine Lösung für einen sol­chen Schutz, der sich leicht anbrin­gen lässt. Die­ser Nist­kas­ten­schutz ist effek­tiv und nicht nur gegen Mar­der, son­dern auch gegen Kat­zen, Eich­hörn­chen und Spech­te. Die­se Schutz­vor­rich­tung soll­te aber nur ange­bracht wer­den, wenn Sie den Nist­kas­ten das ers­te Mal auf­hän­gen oder in den Herbst­mo­na­ten, nach dem Sie den Nist­kas­ten gerei­nigt haben. Sonst kann es sein, dass sich die Vögel gestört füh­len oder mit der neu­en Vor­rich­tung nicht zurecht kom­men.

Jetzt Schutz für Nist­käs­ten kau­fen

Für Blau­mei­sen haben wir aus eige­nem Hau­se den Nist­kas­ten “Sim­ba”. Die­sen haben wir zum Schutz der Vögel bau­en las­sen. Der Blau­mei­sen­nist­kas­ten hat einen ver­län­ger­ten Ein­gang, der Kat­zen, Mar­der und Wasch­bä­ren kei­nen Zugriff gewährt.

Hier fin­den Sie unse­ren Blau­mei­sen­nist­kas­ten mit Kat­zen- und Mar­der­schutz

Aber auch unser Nist­kas­ten “Ugol”, der eher für grö­ße­re Mei­sen­ar­ten, wie zum Bei­spiel die Kohl­mei­se, bestimmt ist, bie­tet Schutz vor Fress­fein­den. Das Ein­flug­loch mit 32 mm Durch­mes­ser befin­det sich direkt unter dem Dach­über­stand. Zudem ist das Dach schräg, sodass Kat­zen, Mar­der und Wasch­bä­ren nicht dar­auf sit­zen kön­nen. Ein zusätz­li­cher Haken am Dach ver­hin­dert, dass der Nist­kas­ten von ande­ren Tie­ren geöff­net wer­den kann.

Ent­de­cken Sie hier unse­ren Nist­kas­ten für Kohl­mei­sen

Schutzmaßnahme 2: Zugang zum Nistkasten nur für Vögel zugänglich machen

Ein Nist­kas­ten soll­te für Mei­sen und Spat­zen in einer Höhe von 2-3 Metern hän­gen und für Sta­re und Spech­te in einer Höhe von 4-6 Metern über dem Boden. Hängt der Kas­ten an einem Baum, kön­nen Sie einen soge­nann­ten Kat­zen­ab­wehr­gür­tel oder ein Draht­netz um den Baum wickeln, sodass Kat­zen und Mar­dern ein Hin­auf­klet­tern erschwert wird. Hängt das Vogel­haus an einer Haus­wand oder einer Mau­er, soll­ten Sie es ver­hin­dern, dass Nest­räu­ber über die Mau­er leich­tes Spiel haben. Sie kön­nen statt­des­sen ein­fach auf der Mau­er etwas Draht anbrin­gen, damit es unmög­lich für Mar­der und Kat­zen wird zum Kas­ten zu gelan­gen.

Wenn das Vogel­haus am Baum hängt, haben Sie noch wei­te­re Mög­lich­kei­ten, die­sen vor Angrei­fern zu schüt­zen.

Auf der Sei­te der Wild­vo­gel­hil­fe fin­den Sie hilf­rei­che Tipps mit Bei­spiel­bil­dern, wie Sie Nist­käs­ten in Ihrem Gar­ten bes­ser schüt­zen kön­nen. Fol­gen­de Tipps fin­den Sie eben­falls dort mit Abbil­dun­gen und Anlei­tung:

Teichfolie

Teich­fo­lie kann zusam­men mit dem Kat­zen­ab­wehr­gür­tel ange­bracht wer­den. Dazu wird die Teich­fo­lie in Form geschnit­ten, so dass sie die run­de Form des Kat­zen­ab­wehr­gür­tels bekommt. Die­se wird dann über die metal­le­ne Abwehr gelegt. So ist es ein dop­pel­ter Schutz, damit selbst hart­nä­cki­gen Kat­zen, Mar­dern und Wasch­bä­ren der Zugang erschwert wird. Die Teich­fo­lie kön­nen Sie in Bau­märk­ten fin­den.

Drahtgeflecht

Mit einem Draht­ge­flecht haben Sie einen güns­ti­gen und den­noch siche­ren Schutz. Die­ses Geflecht wird am Stamm so ange­bracht, dass es aus­sieht, als trü­ge der Baum einen Rock. Die wei­te Öff­nung zeigt nach unten. So haben Mar­der und Kat­ze kei­ne Chan­ce mehr, den Baum zu erklim­men. Ein wei­te­rer Plus­punkt hier­bei ist, dass nie­mand einen Scha­den erlei­den muss.